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AVIA Sorg Rennsport schafft zwei Podiumsplätze und bringt alle Autos nach 24h ins Ziel

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AVIA Sorg Rennsport schafft zwei Podiumsplätze und bringt alle Autos nach 24h ins Ziel

AVIA Sorg Rennsport schafft zwei Podiumsplätze und bringt alle Autos nach 24h ins Ziel
AVIA Sorg Rennsport schafft zwei Podiumsplätze und bringt alle Autos nach 24h ins Ziel

Wuppertal/Nürburg: Das 48. 24h-Rennen auf dem Nürburgring schrieb ein weiteres kurioses Kapitel in die Geschichtsbücher. Beim ADAC TOTAL 24h Rennen vom 24. bis 27. September 2020 waren aufgrund der Corona-Pandemie nur eine sehr begrenzte Anzahl an registrierten Zuschauern auf den Tribünen zugelassen, die Fan-Camps rund um die Nordschleife fielen ganz weg. Auch das herbstliche Eifelwetter stellte das auf etwa 100 Teilnehmer geschrumpfte Feld vor besondere Herausforderungen und sorgte für einen Rennabbruch über 9,5 Stunden in der Nacht. Für AVIA Sorg Rennsport war das härteste Rennen der Welt in der Grünen Hölle ein Erfolg.

So überquerte der AVIA racing BMW M240i #239 in der Klasse Cup5 die Ziellinie auf dem zweiten Platz. Die beiden in der Klasse V2T teilnehmenden und seriennahen BMW 330i sahen ebenfalls die Zielflagge: Die Startnummer #163 belegte den zweiten Klassenrang. Die Startnummer #164 erkämpfte den fünften Platz.

Wo sich sonst weit über 200.000 Zuschauer um die Nürburg versammeln, waren in diesem Jahr etwa 8.000 Fans an den vier Renntagen auf den Tribünen unter strengen Abstands- und Hygieneregeln. Dafür verfolgte ein Millionenpublikum weltweit den Marathon in der Grünen Hölle per Livestream und TV. Das Team aus Wuppertal brachte mit drei Rennwagen ein deutlich kleineres Aufgebot an den Nürburgring. Doch die routinierte Pilotenbesatzung sowie eine perfekt eingespielte Boxenmannschaft meisterten die Herausforderungen, was neben der Zielankunft auch mit Pokalen belohnt wurde.

Der Donnerstag mit dem ersten Qualifying sowie dem Qualifying 2 in den Nachtstunden verlief für AVIA Sorg Rennsport problemlos. Einen leichten Rückschlag erlebte das Team aus Wuppertal dann am Freitag, als der BMW 330i #163 einen Einschlag auf der Nordschleife hatte. Fahrer Björn Simon blieb unverletzt, doch schnell stellte sich heraus, dass die Beschädigungen einige Stunden an Arbeit benötigten. Routiniert reparierte die Crew das Auto noch am Abend und am Rennsamstag stand der BMW wieder tadellos in der Startaufstellung.

Das um 15:30 Uhr gestartete Rennen verlief für den AVIA racing BMW M240i Cup5 #239 von Beginn an sehr gut. Das Cockpit teilten sich die Piloten Heiko Eichenberg (Fritzlar), Moritz Oberheim (Schermbeck) und der Russe Ivan Berets für den es die Premiere bei einem 24h-Rennen war. Sieben Autos waren in der Cup5 Klasse genannt, Oberheim ging von Platz zwei aus auf die Hatz und brachte den AVIA racing BMW schnell an die Spitze der Klasse. Unterdessen setzte der prognostizierte Regen ein und die Dunkelheit legte sich früh über die Eifelwälder. Berets meisterte seine Runden unter den Bedingungen ebenfalls vorbildlich und übergab dann bei immer stärker werdendem Regen den Cup-BMW an Eichenberg. Der Routinier mit unzähligen Runden auf der Nordschleife behauptete weiter die Klassenführung. Als sich der Niederschlag gegen 22 Uhr in Starkregen wandelte und auch Nebel aufzog mehrten sich die Vorfälle auf der Strecke, was die Rennleitung um 22:33 Uhr zum Rennabbruch mit der roten Flagge bewegte.

Teamchef Daniel Sorg bemerkte schmunzelnd nach dem Abbruch: „Heiko Eichenberg hat eben in seinem Stint mit unserem Cup-BMW zwei GT3, jeweils einen Mercedes und BMW, überholt. Das war mega. So kann es weitergehen!“ Doch der Rennleiter Walter Hornung verkündete um Mitternacht, dass über eine Fortsetzung erst am Sonntagmorgen um 07:00 Uhr entschieden wird, da für die folgenden Stunden weiterhin Starkregen gemeldet wurde und die Bedingungen ein sicheres Fortführen des Rennens nicht zuließen.

Kurz nach 7:00 Uhr ging die Boxenampel auf Grün und die beiden Startgruppen stellten sich wieder auf, um dann um 08:00 Uhr die Einführungsrunde hinter dem Safety-Car zum Restart für die verbleibenden 7,5 Stunden aufzunehmen. Im AVIA racing BMW #239 saß bei der Wiederaufnahme Ivan Berets am Steuer. Er konnte die Führung in der Klasse leider nicht halten, doch im weiteren Rennverlauf zeigten alle drei Piloten eine konstante Leistung und ließen sich den zweiten Rang bis zum Abwinken um 15:30 Uhr nicht mehr abnehmen.

Moritz Oberheim: „Wir dürfen mit Platz zwei sehr zufrieden sein, denn das Team und meine Fahrerkollegen haben einen super Job gemacht. Die Bedingungen waren schon extrem schwierig, besonders kurz vor dem Abbruch. Ich persönlich war froh über diesen, da es da draußen wirklich nahezu unfahrbar war. Ungünstiger Weise haben wir unseren Vorsprung dadurch jedoch wieder verloren. Zum Rennende gab es dann das erwartete Duell auf Augenhöhe mit einem Kontrahenten in der Klasse Cup5. Die Zieldurchfahrt selbst ist immer sehr emotional und natürlich ist der Anspruch immer ein Sieg. Doch unter diesen Gegebenheiten bin ich mit dem zweiten Rang auch sehr zufrieden, dafür möchte ich mich bei allen herzlich bedanken. In drei Wochen greifen wir in der NLS wieder an!“

Die seriennahen BMW 330i in der Klasse V2T mit einem Hubraum bis 2000ccm und Turbolader behaupteten sich ebenfalls sehr gut in der Klasse. Hier wechselten sich bei der #163 die beiden erfahrenen Piloten Björn Simon (Weilerswist) und Torsten Kratz (Österreich) mit Emir Asari (Türkei) und Luis Ramirez (Quiddelbach) am Steuer ab. Ramirez bestritt sein erstes 24h Rennen auf dem Nürburgring.

Björn Simon schildert nach dem Rennen seine Eindrücke: „Die Grüne Hölle hat ihrem Namen mal wieder alle Ehre gemacht. Die Bedingungen waren extrem schwierig und die Rennunterbrechung war sicherlich alternativlos. In unserer V2T Klasse gab es von Beginn an spannende Zweikämpfe. Gegenüber dem restlichen Feld konnten wir uns schon sehr früh absetzen. Letztendlich sind wir als Zweite über die Ziellinie gekommen und sind mit dem Ergebnis sehr happy.“, so der Nordschleifenerfahrene Pilot. Er sagt weiter: „Ein großer Wermutstropfen war natürlich, dass die Fans der Nordschleife fernbleiben mussten. Das war schon wirklich gespenstisch nachts durch den völlig dunklen Wald zu rasen. Neben der gewohnt tollen Atmosphäre fehlte auch das Licht von den Campingplätzen und Lagerfeuern. Das macht die Herausforderung nochmal größer. Mein großer Dank gilt allen, die dieses Rennen trotz der schwierigen Umstände möglich gemacht haben und vor allem den Marshalls, die im Dauerregen unermüdlich im Einsatz waren!“

Bei der #164 stiegen die Piloten Reinhard Schmiedel (Würzburg), Ugo Vicenzi (Italien), Rasmus Helmich (Dänemark) sowie Murat Ates (Troisdorf) abwechselnd ins Cockpit. Insgesamt 6 Autos gingen in der V2T ins Rennen. Auch hier hatten alle Piloten mit den klimatischen Bedingungen zu kämpfen, fuhren aber unbeirrt und konstant ihre Runden. Routinierte Boxenstopps und eine clevere Teamtaktik wurden nach dem kräftezehrenden Rennen mit Platz zwei für die #163 sowie Platz fünf für die #164 belohnt.

„Zwischenzeitlich schien der Sieg in der Cup5 zum Greifen nahe. Vor dem Abbruch hatten wir rund 30 Sekunden Vorsprung, jetzt liegen wir zwei Minuten dahinter, da wäre es uns lieber gewesen, wenn wir durchgefahren wären ", sagte Daniel Sorg noch eine Stunde vor Schluss. Jedoch gab sich der Teamchef kämpferisch: „Es wird schwer. Aber das Rennen ist erst zu Ende, wenn die Dame singt.“ Eine Sängerin für die Hymne gab es übrigens nicht.

Letztendlich ist die Bilanz des Teamchefs durchweg positiv: „Dafür, dass mein Bruder Benjamin für unsere Kunden am Sachsenring ebenfalls erfolgreich im Einsatz war und wir mit einem kleineren Aufgebot 2020 bei den 24h starteten, lief es auf beiden Rennstrecken sehr gut und es war ein super Wochenende. Nicht zu vergessen, dass wir auch in der RCN und der 24h-Classic Einsätze hatten.“ Daniel Sorg betont: „Ich möchte hier dem ganzen Team mein Lob und Dank aussprechen. Ebenso haben unsere Piloten am Steuer super geliefert, auch euch vielen Dank. Unseren Sponsoren und Unterstützern - ohne die die Teilnahme nicht möglich gewesen wäre - ist das Team dankbar. Natürlich vergessen wir auch nicht die extrem harte Arbeit der Marshals und allen Helferinnen und Helfern rund um die Strecke zu würdigen. Denn hätten wir sie nicht, würde sich kein Rad drehen!“

Bereits am kommenden Wochenende steht für AVIA Sorg Rennsport der Einsatz mit dem BMW M4 GT4 in der ADAC GT4 Germany auf dem Kalender, hier geht es dieses Mal auf dem Sachsenring um weitere Punkte in der Wertung. Zwei Wochen später gastiert die Serie auf dem Red Bull Ring in Österreich. Zum sechsten Lauf der Nürburgring Langstrecken-Serie geht es dann am 24. Oktober 2020. Hier werden Moritz Oberheim und Heiko Eichenberg angreifen, um in der Klassenmeisterschaft der Cup5 weiterhin an der Spitze zu stehen.

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